
Wer einem Ersatz für das Office-Paket von Microsoft sucht, landet
fast immer bei LibreOffice. Und das hat seine Gründe: LibreOffice ist uneingeschränkt kostenlos, weil es eine Open Source Software ist. Der Nutzer wird nicht zu Cloud-Diensten gedrängt, die er oft gar nicht benötigt. Außerdem ist es für alle gängigen Betriebssysteme verfügbar: es läuft auf Windows, macOS und Linux und ist damit für wirklich jeden Computernuzter einsatzbereit. Wer nicht nur MS Office, sonder gleich auch Windows verlassen will, findet mit LiebeOffice den Einstieg.
LibreOffice ist eine freie Zusammenstellung typischer Standardsoftware für Bürotätigkeiten (Office-Paket).
Zu LibreOffice gehören Programme für Textverarbeitung (Writer), Tabellenkalkulation (Calc), Präsentation (Impress) und zum Erstellen von Zeichnungen (Draw). Ein Datenbankmanagementsystem (Base) und ein Formeleditor (Math) sind ebenfalls enthalten.
LibreOffice spaltete sich Ende 2010 vom Office-Paket OpenOffice.org ab. Es wird seither unabhängig weiterentwickelt und gilt als die modernere Alternative.
Neben der Desktop-Variante für Linux, Windows und MacOS gibt es noch Versionen für Android- und iOS-Smartphones und -Tablets. Außerdem existiert unter der Bezeichnung LibreOffice Online und Collabora Online eine Webapp als Online-Office.
Die FAZ bezeichnete LibreOffice in einem Kommentar im August 2021 als „so leistungsfähig wie das kostenpflichtige Microsoft-Pendant“ und schrieb, dass das Microsoft-Office-Paket „mehr fürs Auge und das schickere Design biete[t]“ und daher LibreOffice trotz „bestechende Vorzüge“ ein eher „unbekannte Produkt“ ist.
Nutzung in Unternehmen
Auch die ersten größeren Unternehmen erklärten ihre Absicht, künftig auf LibreOffice zu setzen. So wechselten beispielsweise die Kopenhagener Krankenhäuser und das dänische Verkehrsministerium zu LibreOffice. Die Verwaltung der französischen Region Île-de-France gab im Oktober 2011 bekannt, 800.000 USB-Sticks, die LibreOffice und andere freie Software beinhalten sollen, an Studenten verschenken zu wollen.
Nutzung in Behörden
Bis Herbst 2025 sollen die Behörden im Bundesland Schleswig-Holstein von Microsoft Office zu LibreOffice wechseln. Als Gründe dafür werden hohe Lizenzkosten und die große Abhängigkeit von US-amerikanischen Tech-Konzernen genannt.
Im September 2025 wurde der Wechsel von Microsoft Office zu LibreOffice beim Österreichischen Bundesheer abgeschlossen. Die Migration begann 2020, als sich abzeichnete, dass Microsoft seine Office-Suite in die Cloud umziehen werde. Man will über eine unabhängige IT-Infrastruktur verfügen. Seit 2023 gab es ein internes E-Learning-Programm zur Schulung für LibreOffice, um den Umstieg einzuleiten. Anpassungen, die für den Einsatz in der Wehrverwaltung programmiert werden müssen, werden unter Freier Lizenz an das LibreOffice-Projekt übergeben.
Quelle: Wikipedia